hartwigs KERAMIKWERKSTATT Individuelle Urnen mit Feuerspuren
hartwigs KERAMIKWERKSTATTIndividuelle Urnen mit Feuerspuren

CALDENER GESCHICHTE(N)In dem trockenen Sommer 1976 fiel einem Hubschrauberpiloten, Siegfried Einzmann, beim Anflug auf den Caldener Flughafen eine Spur wie von einem Panzer in den Feldern auf, fast kreisrund mit etwa 400 Meter im Durchmesser. Er erzählte mir davon in einem der Töpferkurse, die er in meiner Werkstatt in Calden Westuffeln besuchte, und schenkte mir auch Luftaufnahmen dazu. Als ein Freund von Geschichte und Geschichten hatte er diese Fotos Archäologen gezeigt, die die ‚Panzerspur‘ als Gräben deuteten, die Bestandteil einer großen Befestigungsanlage wären.

Zehn Jahre später begannen die Forscher zu graben und Dutzende Quadratmeter Ackerboden vom Kalkstein abzuschaben. Ein Tor dieses Erdwerks mit den Resten von Palisaden (Vertiefungen im anstehenden Kalk) legten sie frei. Sie waren, wie auch die Lokalpolitiker, begeistert von den Funden.

Und diese Anlage machte ich im Jahr der Ausgrabung zum Ausgangspunkt eines Reliefs. Der Kultur- und Geschichtsverein hatte 1977 zu einer Ausstellung „Caldener Geschichte(n)“ eingeladen. Ich bezog die gesamte Gemeinde auf einer Karte in dieses Erdwerk mit ein. Dieses Relief: „Grenzlinien“ hängt noch im ersten Stock des Rathaus in Calden. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Erdwerk öffentlich bekannt.

Ergebnissen der Grabungen am Erdwerk gab es im Gebäude der „Alte Schmiede“ in Calden am 17. September 1989 in einer Ausstellung zu Sehen. Der Kultur-und Geschichtsverein und die Gemeinde Calden hatten außerdem fünf Künstler/Kunsthandwerker eingeladen, in eigens dafür entwickelten Werken einen Bezug zum Erdwerk herzustellen. hartwigs KERAMIKWERKSTATT beteiligte sich mit dem hier gezeigten Objekt:

„6 Teile bilden ein Ganzes“ Sechs unterschiedliche Ortschaften und Dörfer werden durch Verwaltungsakte zu einem Ort, Calden zusammengefügt.

(Aus verschiedenen eisenhaltigen Steinzeugtonen unterschiedlich geformte Töpfe, die im Feuer des Ofens sehr fest geworden sind. Die die Asche des Brennprozesses ist bei 1280° Celsius in die Oberfläche eingebrannt, mit Salz ist eine unlösliche Glasur geworden. Diese Töpfe sind mit Band verknüpft.)

Vor Weihnachten 2014 rief mich der Museumsleiter des Stadtmuseums Hofgeismar an. Dort waren das Ensemble 1990 auch ausgestellt worden, aber verschollen. Und eben wiedergefunden worden!

Jetzt steht das ‚Ganze‘ in meiner Werkstatt, Rohrwiesen 8 und kann auch angeguckt werden.

P.S. Für diese Ausstellung hatte ich auch zwei „Flughafentöpfe“ gefertigt, den Grundriss des Flughafens als umlaufendes Dekor. Die beiden Töpfe sind in Privatbesitz beziehungsweise verschollen. Jetzt wäre Zeit für Neue! Am besten aus ‚Rohrwiesenkeramik‘.

P.S. In der alten Schmiede Calden werden übrigens jetzt sehr schöne Antiquitäten verkauft – von Siegfried Einzmann

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